Rettender Lebensraum für viele kleine Meeresbewohner
Priele sind wie kleine Flüsse im Sand- oder Wattboden, die auch bei Ebbe noch mit Wasser gefüllt sind. Hier tummeln sich bei Niedrigwasser kleine Meeresbewohner, die regelmäßiges Trockenfallen nicht überleben würden. Der Priel ist somit ein wichtiger Lebensraum vieler Tiere im Watt.
Der Dreistachelige Stichling lebt in Salz-, Brack- und Süßwasser. Durch das Aufstellen seiner Stacheln wehrt er zuschnappende Feinde ab. Im Frühjahr trägt das Männchen ein buntes Hochzeitskleid: Der Bauch färbt sich rot, der Rücken grünlich. Er baut dann aus Pflanzenteilen ein Nest am Boden und versucht Weibchen mit Werbetänzen in sein Nest zu locken. Sie legen dort Eier ab, die nach der Befruchtung vom Männchen bis zum Schlupf bewacht und durch Wedeln der Bauchflosse mit Sauerstoff versorgt werden.
Der in allen Weltmeeren vorkommende Meersalat lebt in der oberen Gezeitenzone in einer Tiefe von bis zu 10 Metern.
Bevorzugt siedelt er auf Felsen an, wächst jedoch auch vereinzelnd auf anderen Algen oder Herzmuschelschalen. Teilweise kann man Meersalat in Fluttümpeln und Buchten auch losgerissen bzw. freitreibend beobachten. Das durchscheinend grüne Gewächs ist sehr reich an Vitamin C und wird daher in manchen Regionen sogar als Nahrung für den Menschen verwendet. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit zu einem Salatblatt.
Die aus der Familie der Cyanidiaceae stammende Rotalge verfügt über rund 4.000 verschiedene Arten.
Gefundene Fossile deuten darauf hin, dass die Rotalge bereits vor mehr als 1000 Millionen Jahren existierte. Sie kommt vor allem in Küstenregionen vor und bildet Makroalgen mit einer Länge von bis zu 60 cm. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer rötlichen Farbe, die sich besonders in tieferen Gefilden durch Photosynthese bildet.
Das auch als Schlauchseescheide bekannte Manteltier kommt oft in großer Anzahl auf Felsen, Molen, Algen und Pfählen vor.
Der durchscheinende, gelb-grün gefärbte Meeresbewohner hat einen weichen, zylindrischen Körper und ist vom Flachwasser bis in eine Tiefe von 500 Metern anzutreffen.
Wellhornschnecken sind Räuber und Aasfresser. Sie leben in Küstengewässern, sind aber auch in großen Meerestiefen beheimatet.
Ihren Namen verdanken die Tiere ihren Schneckenhäusern mit wellenförmigen Wachstumsringen. Wellhornschnecken legen Laichballen, die aus zusammengeklebten Eikapseln mit jeweils bis zu 1000 Eiern bestehen. Hiervon sind in der Regel jedoch nur etwa 10 Stück befruchtet, sodass die übrigen Eier den schlüpfenden Jungtieren als Nahrung dienen. Übrigens: Die leeren Schalen der Schnecke sind ein beliebtes Zuhause für Einsiedlerkrebse.