Beliebte Heimat faszinierender Lebewesen
Borkum Riffgrund, eine Sandbank mit eingestreuten Steinfeldern, liegt 20 km nordwestlich von Borkum 20-30 m tief im Wasser. Die enge Verzahnung unterschiedlicher Lebensräume führt hier zu einer großen Artenvielfalt und macht das Gebiet für die Nordsee besonders. Die zahlreich vorkommenden Bodentieren locken viele Fische an, die wiederum von verschiedenen Seevögeln, Schweinwalen und Robben gefressen werden.
Der Wolfsbarsch ist nachtaktiv und gilt als hervorragender Jäger.
Der Europäische Wolfsbarsch wird maximal 100 cm lang und kann über ein Gewicht von bis zu 12 kg verfügen. Er lebt bevorzugt über bewachsenen Sand- und Felsböden in einer Wassertiefe zwischen 10 und 100 Metern. Der Wolfsbarsch jagt in der Nacht. Als Jungtiere leben Wolfsbarsche vorerst in Schwärmen. Erst mit zunehmendem Alter entwickeln sich die Tiere zu Einzelgängern. Im Winter halten sich die Fische in küstenfernen Gewässern auf. Im Sommer sind sie auch küstennah anzutreffen und können auch von den Borkumer Buhnen aus geangelt werden.
Der Europäische Flussaal wird in der Sargassosee vor Florida geboren und gelangt mit dem Golfstrom nach Europa.
Diese Reise über den Atlantik dauert fast drei Jahre. Als sogenannte Glasaale gelangen sie dann in die Flüsse, wo sie sich über Steigaale zu Blankaalen entwickeln. Die Tiere können bis zu 80 Jahre alt werden und wandern schließlich wieder zurück in die Sargassosee, wo sie ablaichen und danach sterben.
Seesterne schützen ihre Körper durch ein dickes Kalkskelett.
Ein Seestern besitzt keinen Kopf und auch keine Augen. Er besitzt fünf steife Arme, an deren Enden sich Sinneszellen befinden, mit denen er Helligkeitsunterschiede wahrnehmen kann. Auf seiner Unterseite besitzt der Seestern eine Reihe von Füßchen, die mit Saugnäpfen versehen sind, sowie einen Mund. Mit Hilfe der Saugnäpfe kann er Muscheln knacken, die seine Hauptnahrung darstellen, indem er sich an den Schalen festsaugt, um sie zu öffnen. Der Gewöhnliche Seestern lebt in flachen Küstengewässern.
Der Knotentang kommt vor allem im Nordatlantik vor, wo er von der subtropischen bis zur arktischen Zone verbreitet ist. An brandungsgeschützten Stellen kann er dichte Bestände bilden.
Mit seiner Haftscheibe gelingt es dem Knotentang, sich auf felsigem Untergrund zu verankern. Aus seinem Haftorgan entspringen zahlreiche Sprossen, an deren Ende sich längliche Treibblasen bilden. Diese Blasen sind mit Gas gefüllt und sorgen dafür, dass die Pflanze unter Wasser aufrecht steht. Nach zwei Jahren bildet der Tang seine erste Treibblase – jedes Frühjahr kommt eine neue hinzu. So lässt sich anhand der Blasen auch das Alter der Alge bestimmen. Übrigens: Wird der Knotentang losgerissen, lebt er noch eine ganze Zeit weiter.