Willkommener Lebensraum
In direkter Strandnähe leben im flachen Wasser rund um die steinernen Buhnen viele kleine Tiere, die hier mit bloßem Auge beobachtet werden können. Ein erneuter Beweis dafür, dass die Nordseebewohner so ziemlich jeden freien Raum besiedeln und als Lebensraum nutzen.
Die Felsengarnele hat einen durchsichtigen Körper mit braunen Streifen und die Beine tragen gelbe „Ringelsocken“. Durch dieses Muster ist sie gut getarnt. Denn die Felsengarnele muss zahlreiche Feinde fürchten – nicht nur Fische, sondern auch Vögel machen Jagd auf sie.
Seenadeln sind mit den Seepferdchen verwandt und leben an Sandküsten. Sie sind schlechte Schwimmer und verstecken sich daher gerne zwischen Algen. Ihre Nahrung saugen sie mit ihrem langen Pipetten-Mund ein. Die Männchen tragen die Eier bis zum Schlüpfen in einer Bruttasche am Bauch. Wie bei anderen Seenadeln ist ihr Körper durch einen Panzer aus Knochenplatten geschützt.
Dieser kurzarmige Seestern hat eine glatte rote Oberfläche, die nicht mit Stacheln besetzt ist. Die Unterseite ist gelb. Er lebt an steinigen Küsten in Tiefen von bis zu 1000 m, wo er sich von organischen Resten und von der Weichkoralle Tote Mannshand ernährt.
Der Schan ist ein Schleimfisch, der keine Schuppen hat, sondern eine nackte, schleimige Haut. Er lebt im Brandungsbereich zwischen Steinen und Tang, wo er z.B. Seepocken und kleine Miesmuscheln frisst. Die Weibchen legen ihre Eier in Felsspalten oder Muschelschalen ab, wo sie von den Männchen (zur Laichzeit schwarz mit weißen Lippen) bis zum Schlüpfen bewacht werden.
Schwebegarnelen haben einen schlanken, durchsichtigen Körper mit einem Knick im Rücken, der sie befähigt, sich bei Gefahr zusammenzukrümmen und zur Seite zu springen. Die Beine sehen federartig aus und ihre Schwimmbewegungen sorgen dafür, dass sie im Wasser schweben. Die Augen sitzen auf beweglichen Stielen. Die Weibchen tragen an der Bauchseite einen Brutbeutel. Schwebegarnelen dienen vielen Fischen und anderen Meeresbewohnern als Nahrung.
Die in der Nordsee relativ selten vorkommenden Seespinnen sind Meister der Tarnkunst.
Während sich ältere Seespinnen u.a. mit Seepocken und Polypen tarnen, schützen sich jüngere Tiere am liebsten mit Seetang. Sie bepflanzen ihren Panzer förmlich damit und passen ihr „Körperkleid“ der Umgebung an, falls sie diese wechseln. Die Seespinnen leben bevorzugt auf felsigem Untergrund in Wassertiefen von ca. 50 Metern, sind aber auch auf Austern- und Muschelbänken anzutreffen und erreichen ein Maximalalter von 15 Jahren.
Die Stacheln sind grün mit violetten Spitzen. Dazwischen ragen bewegliche Saugnapffüßchen heraus, auf denen sie sich fortbewegen können. Außerdem können sie damit zur Tarnung Muschelschalen oder Algen festhalten. Sie kommen auf Felsen und in tiefen Prielen im Wattenmeer vor. Die grünen Kalkgehäuse des Strandseeigels werden manchmal am Strand angespült.