Nachwuchs am Meeresgrund
An festen Gegenständen wie Algen oder Steinen legen viele Tiere ihre Eier ab. Zum Beispiel wickelt dort das Weibchen des Kleingefleckten Katzenhais die langen Fäden seiner Eikapseln (auch Nixentäschchen genannt) fest und die frischgeschlüpften Jungtiere finden Versteckmöglichkeiten.
Die Felsengarnele hat einen durchsichtigen Körper mit braunen Streifen und die Beine tragen gelbe „Ringelsocken“. Durch dieses Muster ist sie gut getarnt. Denn die Felsengarnele muss zahlreiche Feinde fürchten – nicht nur Fische, sondern auch Vögel machen Jagd auf sie.
Katzenhaie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben am Meeresgrund oder im Flachwasser der Küstenregionen.
Besonders jüngere Katzenhaie tummeln sich gerne in seichteren Gewässern, bevor es sie in die tieferen Gefilde zieht. Haben die Tiere eine Länge von 45 bis 50 cm erreicht, werden sie geschlechtsreif und paaren sich. Die Weibchen legen bis zu 20 Eikapseln (sogenannte Nixentäschchen) im flachen Wasser ab, in denen die kleinen Haie heranwachsen. Beim Schlüpfen verfügen sie über eine Größe von ca. 10 cm und sind fortan auf sich allein gestellt. Katzenhaie sind für den Menschen nicht gefährlich, da sie sich ausschließlich von anderen Meeresbewohnern ernähren.
Miesmuscheln leben vor allem im Gezeitenbereich. Dabei stellen Miesmuschelbänke im Wattenmeer einen bedeutenden Lebensraum für andere Tiere dar.
Miesmuscheln siedeln in dichten Bänken – gerne überwachsen sie abgesunkene Holzstämme oder künstliche Strukturen wie Pfähle, Buhnen oder Hafenmauern. Manchmal können sie kilometerlange Ansammlungen von Einzelorganismen bilden. Oft ist die Miesmuschel von anderen Meeresorganismen, wie Seepocken, bewachsen. Dem Seewasser entnimmt die Miesmuschel nicht nur Sauerstoff zum Atmen, sondern auch ihre Nahrung. Denn stündlich filtert sie bis zu drei Liter Meerwasser. Alle im Wattenmeer lebenden Miesmuscheln können so das gesamte Wasser innerhalb weniger Tage filtern.
Die auch als Purpurrose bekannte Pferdeaktinie ist eine der am häufigsten vorkommenden Seeanemonen an der Nordseeküste.
Diese Seeanemone lebt im Gezeitenbereich und hat sich dem Wechselspiel zwischen Trockenfallen und Überflutung perfekt angepasst. Mit ihren nesselnden Tentakeln fängt sie ihre Beute und hält sich Artgenossen auf Distanz. Beim Trockenfallen zieht sie die Tentakel ein und schützt sich durch eine eigene Schleimproduktion vor dem Austrocknen. Pferdeaktinien können in Aquarien ein Lebensalter von über 60 Jahren erreichen.
Dieser kurzarmige Seestern hat eine glatte rote Oberfläche, die nicht mit Stacheln besetzt ist. Die Unterseite ist gelb. Er lebt an steinigen Küsten in Tiefen von bis zu 1000 m, wo er sich von organischen Resten und von der Weichkoralle Tote Mannshand ernährt.
Die sehr schlanken Sandgrundeln leben küstennah auf seichten Sand- und Schlickböden. Charakteristisch sind die Querstreifen an ihren Flanken.
Leben die Larven zunächst im offenen Meer zwischen Wasseroberfläche und Meeresgrund, gehen Jungtiere ab einer Größe von knapp 20 mm zum Bodenleben über. Sandgrundeln können ein Alter von bis zu 2 Jahren erreichen.
Die auch als Dickhörnige Seerosen bezeichneten Seeanemonen besitzen bis zu 160 kräftige Tentakel.
Das Blumentier hat eine Zylinderform und kann bis zu 15 cm groß werden. Die Tentakel sind mit giftigen Nesselzellen versehen, mit denen die Tiere ihre Beute fangen oder Feinde in die Flucht schlagen. Seedahlien erstrahlen oft in vielen verschiedenen Farben, die anderen Lebewesen signalisieren sollen, dass sie giftig sind. Hauptsächlich besiedeln sie harten Untergrund im flachen Wasser oder leben in Muschelbänken.
Seenelken haben bis zu 1000 feine Tentakel, die ihr ein pelziges Aussehen verleihen.
Die giftigen Tentakel benutzt diese Anemonenart, um ihre Beute einzufangen und zu lähmen. Zudem gebraucht das Blumentier seine „Arme“, um sich im Kampf um Lebensraum gegen andere Arten durchzusetzen. Bevorzugt leben Seenelken auf hartem Untergrund im flachen Wasser. Falls es ihnen zu eng wird oder der angestammte Platz nicht mehr genügend Nahrung hergibt, kriechen die Tiere langsam weiter.