Neue Energie bringt neue Lebensräume
An den Fundamenten von Offshore-Windkraftanlagen ist ein riffähnlicher Lebensraum entstanden, auf dem unter anderem Blumentiere leben können. Auch aufgrund des herrschenden Fischereiverbots zwischen den Windkraftanlagen können sich hier Tierbestände erholen und neu ansiedeln.
In den hornigen Eikapseln wachsen die kleinen Katzenhaie heran.
Ein Nixentäschchen ist die Eikapsel vom Katzenhai, in der dieser 8 – 10 Monate heranwächst. Das Katzenhaiweibchen legt seinen Nachwuchs oft in strömungsreichen Gewässern ab, da die Strömung das Verpilzen der Eikapseln verhindert. Mit den Ranken, die von den Ecken des Nixentäschchens abgehen, fixiert es die Kapseln und verhindert ein Abtreiben. Bei genauerer Betrachtung kann man die sich leicht bewegenden Embryonen erkennen. Angeschwemmte Kapseln sind in der Regel leer, da der Embryo bereits ausgeschlüpft ist.
Die auch als Purpurrose bekannte Pferdeaktinie ist eine der am häufigsten vorkommenden Seeanemonen an der Nordseeküste.
Diese Seeanemone lebt im Gezeitenbereich und hat sich dem Wechselspiel zwischen Trockenfallen und Überflutung perfekt angepasst. Mit ihren nesselnden Tentakeln fängt sie ihre Beute und hält sich Artgenossen auf Distanz. Beim Trockenfallen zieht sie die Tentakel ein und schützt sich durch eine eigene Schleimproduktion vor dem Austrocknen. Pferdeaktinien können in Aquarien ein Lebensalter von über 60 Jahren erreichen.
Die aus der Familie der Cyanidiaceae stammende Rotalge verfügt über rund 4.000 verschiedene Arten.
Gefundene Fossile deuten darauf hin, dass die Rotalge bereits vor mehr als 1000 Millionen Jahren existierte. Sie kommt vor allem in Küstenregionen vor und bildet Makroalgen mit einer Länge von bis zu 60 cm. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer rötlichen Farbe, die sich besonders in tieferen Gefilden durch Photosynthese bildet.
Seenelken haben bis zu 1000 feine Tentakel, die ihr ein pelziges Aussehen verleihen.
Die giftigen Tentakel benutzt diese Anemonenart, um ihre Beute einzufangen und zu lähmen. Zudem gebraucht das Blumentier seine „Arme“, um sich im Kampf um Lebensraum gegen andere Arten durchzusetzen. Bevorzugt leben Seenelken auf hartem Untergrund im flachen Wasser. Falls es ihnen zu eng wird oder der angestammte Platz nicht mehr genügend Nahrung hergibt, kriechen die Tiere langsam weiter.