Willkommener Lebensraum
In direkter Strandnähe leben im flachen Wasser rund um die steinernen Buhnen viele kleine Tiere, die hier mit bloßem Auge beobachtet werden können. Unter den Steinen verstecken sie sich bei Niedrigwasser oder nutzen die Steine um sich daran festzuhalten.
Die Strandschnecke lebt in Küstengewässern auf Steinen, Buhnen und Muschelbänken.
Mit ihrer Raspelzunge weiden sie dort Algen und kleine Tiere ab. Fällt sie bei Ebbe trocken, verschließt sie ihr Gehäuse mit einem hornigen Deckel, der an ihrem Fuß hängt, und kann so einige Tage Trockenheit überleben.
Für den Einsiedlerkrebs ist es aufgrund seines weichhäutigen Hinterleibes lebensnotwendig, sich durch ein leeres Schneckengehäuse zu schützen, das er fortan ständig hinter sich herzieht.
Da der Einsiedlerkrebs im Laufe seines Lebens wächst, muss er des Öfteren die Gehäuse wechseln. Hierbei ist er äußerst wählerisch – sein Häuschen muss genau passen. Die von den Krebsen bewohnten Watt-, Strand- oder Wellhornschneckenhäuser wiederum sind häufig von Schwämmen, Stachelpolypen und Seeanemonen bewachsen.
Seit einiger Zeit konkurrieren auch andere, kleinere Einsiedlerkrebsarten mit ihm um die Schneckengehäuse-Wohnungen: Der aus Südeuropa eingewanderte und seit 2008 im Wattenmeer anzutreffende Diogenes-Einsiedlerkrebs und der Langarm-Einsiedler, der aus Amerika eingeschleppt und 2018 erstmals entdeckt wurde.
Der Knotentang kommt vor allem im Nordatlantik vor, wo er von der subtropischen bis zur arktischen Zone verbreitet ist. An brandungsgeschützten Stellen kann er dichte Bestände bilden.
Mit seiner Haftscheibe gelingt es dem Knotentang, sich auf felsigem Untergrund zu verankern. Aus seinem Haftorgan entspringen zahlreiche Sprossen, an deren Ende sich längliche Treibblasen bilden. Diese Blasen sind mit Gas gefüllt und sorgen dafür, dass die Pflanze unter Wasser aufrecht steht. Nach zwei Jahren bildet der Tang seine erste Treibblase – jedes Frühjahr kommt eine neue hinzu. So lässt sich anhand der Blasen auch das Alter der Alge bestimmen. Übrigens: Wird der Knotentang losgerissen, lebt er noch eine ganze Zeit weiter.
Der Langarm-Einsiedler stammt von der nordamerikanischen Atlantikküste und wurde 2018 erstmals im Wattenmeer entdeckt.
Wie der Gewöhnliche Einsiedlerkrebs hat er eine vergrößerte rechte Schere, diese hat aber helle Spitzen und ist schmaler. Er lebt vor allem in Gehäusen von Strandschnecken und ist im Sommer häufig, auch zusammen mit dem Diogenes-Einsiedlerkrebs, der eine vergrößerte linke Schere hat, im flachen Wasser am Strand zu finden.
Der in allen Weltmeeren vorkommende Meersalat lebt in der oberen Gezeitenzone in einer Tiefe von bis zu 10 Metern.
Bevorzugt siedelt er auf Felsen an, wächst jedoch auch vereinzelnd auf anderen Algen oder Herzmuschelschalen. Teilweise kann man Meersalat in Fluttümpeln und Buchten auch losgerissen bzw. freitreibend beobachten. Das durchscheinend grüne Gewächs ist sehr reich an Vitamin C und wird daher in manchen Regionen sogar als Nahrung für den Menschen verwendet. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit zu einem Salatblatt.