Heimat:
1. Austernriff

1. Austernriff

Harte Schale, weicher Kern, wichtig im Meer

Austernbänke bieten zahllose Versteckmöglichkeiten für kleine Arten und Jungtiere und bilden eine harte Unterlage zum Anheften für Blumentiere, Seepocken und Jungaustern. Darüber hinaus festigen sie den Untergrund und filtern und reinigen das Wasser bei der Nahrungsaufnahme.

Die Europäische Auster gilt heute in der Deutschen Bucht als ausgestorben. Seit 2019 wird sie am Borkum Riffgrund wieder angesiedelt. Im Watt und an Buhne findet man die lila-weiße Pazifische Auster, die als Zuchtauster nach Europa kam und sich seit den 1980er Jahren im Wattenmeer ausbreitet.

Länge
bis 6 cm

Nahrung

Anemonen-Einsiedler

Pagurus prideaux

Der Anemonen-Einsiedlerkrebs lebt zusammen mit einer hübschen rosa gepunktete Seeanemone, die er auf seinem Schneckengehäuse herumträgt. Sie umschlingt das Haus wie ein Mantel und heißt daher Mantelaktinie (Adamsia palliata). Ihre Mundöffnung ist von Tentakeln umgeben, mit denen sie sich Wasser und Futter zufächelt. Bei Bedrohung oder bei der Beutejagd schießt sie mit violetten, giftigen Nesselfäden.

Der Vorteil des Zusammenlebens mit dem Krebs ist für die Anemone, dass sie herumgetragen wird, nicht einsandet und so immer neue Futterquellen erreichen kann. Der Einsiedler wiederum freut sich so sehr darüber, dass die Anemone ihn mit ihren Nesselfäden verteidigen kann, dass er sie sogar mitnimmt, wenn er in ein neues Schneckengehäuse umzieht.

Länge
bis 10 cm

Nahrung

Felsengarnele

Palaemon spec.

Die Felsengarnele hat einen durchsichtigen Körper mit braunen Streifen und die Beine tragen gelbe „Ringelsocken“. Durch dieses Muster ist sie gut getarnt. Denn die Felsengarnele muss zahlreiche Feinde fürchten – nicht nur Fische, sondern auch Vögel machen Jagd auf sie.

Länge
bis 12 cm

Nahrung

Furchenkrebs

Galathea spec.

Furchenkrebse gehören zu den Springkrebsen, die einen nach unten gebogenen Hinterleib besitzen. Sie laufen auf sechs Beinen und nicht auf acht wie die Krabben. Die Scheren sind viel länger als der Kopf und können weit nach vorne gestreckt werden. Furchenkrebse leben auf felsigem Boden bei Helgoland und in Norwegen und verstecken sich gerne in Felsspalten. Daher kommen sie als Beifang in Fischernetzen selten vor.

Länge
15 – 50 cm

Meersalat

Ulva lactuca

Der in allen Weltmeeren vorkommende Meersalat lebt in der oberen Gezeitenzone in einer Tiefe von bis zu 10 Metern.

Bevorzugt siedelt er auf Felsen an, wächst jedoch auch vereinzelnd auf anderen Algen oder Herzmuschelschalen. Teilweise kann man Meersalat in Fluttümpeln und Buchten auch losgerissen bzw. freitreibend beobachten. Das durchscheinend grüne Gewächs ist sehr reich an Vitamin C und wird daher in manchen Regionen sogar als Nahrung für den Menschen verwendet. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit zu einem Salatblatt.

Länge
1 – 10 cm

Nahrung

Miesmuschel

Mytilus edulis

Miesmuscheln leben vor allem im Gezeitenbereich. Dabei stellen Miesmuschelbänke im Wattenmeer einen bedeutenden Lebensraum für andere Tiere dar.

Miesmuscheln siedeln in dichten Bänken – gerne überwachsen sie abgesunkene Holzstämme oder künstliche Strukturen wie Pfähle, Buhnen oder Hafenmauern. Manchmal können sie kilometerlange Ansammlungen von Einzelorganismen bilden. Oft ist die Miesmuschel von anderen Meeresorganismen, wie Seepocken, bewachsen. Dem Seewasser entnimmt die Miesmuschel nicht nur Sauerstoff zum Atmen, sondern auch ihre Nahrung. Denn stündlich filtert sie bis zu drei Liter Meerwasser. Alle im Wattenmeer lebenden Miesmuscheln können so das gesamte Wasser innerhalb weniger Tage filtern.

Länge
Bis zu 10cm

Nahrung

Pazifische Auster

Crassostrea gigas

Treibende Austernlarven zementieren sich auf Steinen oder Muschelschalen fest und bleiben dort ihr Leben lang, um Plankton aus dem Wasser zu filtern.

Kommerziell ist die Pazifische Auster die wichtigste Auster, denn sie ist robust und wächst schnell. Deshalb wurde sie für Austernzuchten vom Nordpazifik in die Nordsee gebracht. Zunächst konnte sie sich nicht fortpflanzen, da sie eine Wassertemperatur von 22 °C dafür benötigt. Inzwischen wird das Nordseewasser stellenweise im Sommer so warm, dass sie aus den Zuchtanlagen „ausbrechen“ konnte und nun riesige Bestände im Watt bildet. Vor Borkum ist sie erstmals 1998 entdeckt worden.

Länge
bis zu 60 cm

Rotalge

Rhodophyta

Die aus der Familie der Cyanidiaceae stammende Rotalge verfügt über rund 4.000 verschiedene Arten.

Gefundene Fossile deuten darauf hin, dass die Rotalge bereits vor mehr als 1000 Millionen Jahren existierte. Sie kommt vor allem in Küstenregionen vor und bildet Makroalgen mit einer Länge von bis zu 60 cm. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer rötlichen Farbe, die sich besonders in tieferen Gefilden durch Photosynthese bildet.

Länge
bis zu 12 cm

Nahrung

Schlammrose

Sagartiogeton undatus

Der Körper dieser Seeanemone kann sich zu einem Hügel mit eingestülpter Mundscheibe zusammenziehen.

Im voll ausgestreckten Zustand ist die Schlammrose säulenförmig und erreicht eine Höhe von mehreren cm. Ihr Körper ist meist gestreift und trägt rund 100 schlanke, transparente Tentakel, die sie mitunter zum Schutz vor Feinden einsetzt. Die klebrigen Anemonen sind gewöhnlich im Flachwasser bis zu 50 Metern beheimatet und ernähren sich von Plankton, Krabben und kleinen Fischen.

Länge
bis 4 cm

Nahrung

Strandseeigel

Psammechinus miliaris

Die Stacheln sind grün mit violetten Spitzen. Dazwischen ragen bewegliche Saugnapffüßchen heraus, auf denen sie sich fortbewegen können. Außerdem können sie damit zur Tarnung Muschelschalen oder Algen festhalten. Sie kommen auf Felsen und in tiefen Prielen im Wattenmeer vor. Die grünen Kalkgehäuse des Strandseeigels werden manchmal am Strand angespült.

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Oesterrif
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Rotalge
Rode algen
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Rhodophyta
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Schlammrose
Slibanemoon (Sagartia troglodytes)
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Sagartiogeton undatus
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Strandseeigel
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