Neue Energie bringt neue Lebensräume
An den Fundamenten von Offshore-Windkraftanlagen ist ein riffähnlicher Lebensraum entstanden, auf dem unter anderem Blumentiere leben können. Auch aufgrund des herrschenden Fischereiverbots zwischen den Windkraftanlagen können sich hier Tierbestände erholen und neu ansiedeln.
Die Strandschnecke lebt in Küstengewässern auf Steinen, Buhnen und Muschelbänken.
Mit ihrer Raspelzunge weiden sie dort Algen und kleine Tiere ab. Fällt sie bei Ebbe trocken, verschließt sie ihr Gehäuse mit einem hornigen Deckel, der an ihrem Fuß hängt, und kann so einige Tage Trockenheit überleben.
Der Langarm-Einsiedler stammt von der nordamerikanischen Atlantikküste und wurde 2018 erstmals im Wattenmeer entdeckt.
Wie der Gewöhnliche Einsiedlerkrebs hat er eine vergrößerte rechte Schere, diese hat aber helle Spitzen und ist schmaler. Er lebt vor allem in Gehäusen von Strandschnecken und ist im Sommer häufig, auch zusammen mit dem Diogenes-Einsiedlerkrebs, der eine vergrößerte linke Schere hat, im flachen Wasser am Strand zu finden.
Die aus der Familie der Cyanidiaceae stammende Rotalge verfügt über rund 4.000 verschiedene Arten.
Gefundene Fossile deuten darauf hin, dass die Rotalge bereits vor mehr als 1000 Millionen Jahren existierte. Sie kommt vor allem in Küstenregionen vor und bildet Makroalgen mit einer Länge von bis zu 60 cm. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer rötlichen Farbe, die sich besonders in tieferen Gefilden durch Photosynthese bildet.
Diese Weichkoralle erhielt ihren makabren Namen aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einer toten Hand im Wasser.
Sie besteht aus einer aufrechten und verzweigten Tier-Kolonie, die aus Hunderten von Einzelpolypen besteht – und sich auf Felsen und Steinen in einer Meerestiefe bis zu 100 Metern ausbreitet. Bei Störungen ziehen sich die Polypen geschwind in den Korallenkörper zurück. Die Polypen können bis zu 1 cm groß werden und verfügen jeweils über mehrere gefiederte Tentakel. Die Tote Mannshand wächst bevorzugt in der Strömung, da hier ausreichend Nahrung zu finden ist. Sie ist eine der wenigen Korallen, die auch in der Nordsee vorkommen. Im Aquarium sollte die Strömung immer aus einer Richtung kommen – da die Koralle ihre Fangarme darauf ausrichtet und auf der Seite, welche beströmt wird, Skelektide einlagert. Nach einer Weile hat sie sich an einen Standort gewöhnt und sollte dann nicht mehr umgesetzt werden.
Die Wachsrose ist eine Seeanemone, die an Felsküsten von Mittelmeer bis Atlantik zu finden ist.
Wachsrosen leben meist in großen Kolonien. Eigentlich sind sie einfarbig grau. Allerdings bilden sie häufig Lebensgemeinschaften – Symbiosen – mit Zooxanthellen. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Mikroalgen, die dafür sorgen, dass sich die Tentakel der Wachsrose grün oder violett verfärben. Mit ihrem Fuß hält sie sich am steinigen Untergrund fest. Eine Wachsrose besitzt bis zu 200 Tentakel, mit denen sie ihre Beute – vor allem kleinere Tiere, wie Mysisgarnelen – fängt. Dafür nutzt sie ein starkes Nesselgift, das beim Menschen heftige Hautreaktionen auslösen kann.
Zuckertang gehört zur Familie der Laminariaceae und ist eine braune Großalge, die ein Lebensalter von ca. drei Jahren erreicht.
Die Algen wachsen in felsigen Küstengegenden, die ständig vom Meer überspült sind. Mithilfe von starken Haftorganen befestigen sie sich auf hartem Untergrund und bilden oftmals regelrechte Tang-Wälder unterhalb der Niedrigwasserlinie. Diese bieten zahlreichen kleinen Meerestieren Schutz und Nahrung.